theatergildenast r.g. solo & friends
Bu dünya büyuk... - die Welt ist groß
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Kraftwerk bezeichnet verschiedene Inszenierungen für Jugendliche ab ca. 12 bis ca. 20 Jahren im Spannungsfeld von Tanz, Musik, Pantomime und Literatur.
"Let's get physical !" : Unter diesem Motto suche ich als ausgebildeter Tänzer (und ‚nebenbei' Cho- reograf, Pantomime, Schauspieler, Musicaldarsteller und Theaterpädagoge) einen anderen Zugang zum Theater und seinen Inhalten zu vermitteln. Die ein- bis anderthalbstündigen Programme verfol- gen zwei Ziele : Zum einen ein intensives, hautnahes Theatererlebnis zu Themen zu bieten, die so- wohl rational, aber vor allem auch durch die physische Form der Darstellung emotional um Fragen kreisen, die sich Jugendliche stellen, und zum anderen Hintergrundinformationen zu liefern über die verschiedene darstellenden Kunstgattungen.
Gedichte sind langweilig, es sei denn, man mixt Catull, Goethe, Brecht u.a. und rapt sie. Denn die Themen sind im- mer noch dieselben : Liebe, Leid, der Rest der Welt und ich. Pantomime ist 'ne alte Kiste, aber wer träumt nicht vom Fliegen und erlebt den Absturz : Pantomimisch lässt sich der Schmerz leichter ertragen. Tanz, z.B. Breakdance ist cool, aber was ist es wirklich ? : Nichts Neues, russischer Volkstanz oder brasilianischer Capoeira haben neben z.T. gleichen Schrittfolgen auch soziologisch gesehen ähnliche Kontexte. Wer sollte schon Hagen sein – ein schleimiger, also intelligenter Macher im Hintergrund ? Parallelen zum Heute nicht ausgeschlossen. Ein Leben als Rockstar on the road : Mein Partner in ‚Aus dem Nichts' weiß mehr davon zu berichten, nämlich die Kehrseite, den Alltag...
Performance und Gespräch wechseln sich bei den einzelnen 'Kraftwerken' ab. Dauer, Inhalt und Moderation passe ich in Absprache mit den Lehrkräften den Wünschen und Bedürfnissen der SchülerInnen an. Alles, dessen es bei den je- weiligen Auftritten bedarf, sind 6x6m freie Fläche und ein Honorar von... nachfragen kostet nichts pro Auftritt.
Workshops, Projektagen und - wochen für und mit Jugendlichen sowie Seminare für LehrerInnen : Werkstatt.
Inside 'Zum Verrecken' Literatur mischt sich mit Tanz und Gesängen
Dieser Parforceritt durch zwei Jahrtausende Dichtkunst vom römischen Catull bis zum kürzlich ver- storbenen Heiner Müller ist ein auf Jugendliche abgestimmter Mix aus meinen beiden Rezitationspro- grammen 'Gedichte wo man selten sieht' ("Schrei nach Geborgenheit - Gildenast tanzt Gedichte"/ WAZ Gelsenkirchen vom 26.2.1996) bzw. 'Zum Verrecken' ("Es war ungewöhnlich. Die Mischung war völlig neu für mich. Aber ich bin wirklich beeindruckt", meinte Zuschauer Erich Schettki. Ähnlich fiel auch das Fazit von Ute Kieslich aus : "Die Umsetzung der Figuren war perfekt. Die Gefühle wur- den zu Bewegungen."/ Ruhrnachrichten Gelsenkirchen vom 2.10.1999).
Am Anfang geht es um die banale Frage "Bin ich verrückt ?", die erst Arthur Rimbaud (!), danach Bertolt Brecht und dann ich stellen, um gleich zu betonen : "Nein, ich bin nur Tänzer." Auf diese z.T. provokante Weise moderiere ich auch die weiteren Beiträge mit Fragen an das Publikum, aber auch Informationen über die Gedichte, die Dichter und ihr Anliegen.
Die weiteren Themen sind 'Geld und Moral' (Brecht, Frank Wedekind, Konstantin Wecker), 'Liebe' (Georges Bizet, Catull, Talking Heads, François Villon, Walter Mehring und Heiner Müller) sowie 'Krieg' (Ernst Stadler, Ernst Wilhelm Lotz, Gottfried Benn, Christian Morgenstern und Rolf Gildenast).
Die Poeme sind collagenartig zusammengesetzt und zu einem kontinuierlichen Erzählfaden über Zeiten und Formen hinweg verbunden, der erkennen lässt, dass die Menschen zu allen Zeiten dieselben Sorgen und Ängste, Hoffnungen und Wünsche gehabt haben, aber auch Freude und Späße nie zu kurz gekommen sind, und dass zwischen 'jungem' und 'altem' Denken, eigenen Worten und dem, was in Büchern steht, der Unterschied gar nicht so groß und der Weg gar nicht so weit ist.
Outside 'Kraftwerk' weitere Beschreibungen : Gedichte wo man selten sieht bzw. Zum Verrecken.
Inside 'Zarte Träume - Wilde Träume' Traumbilder oder Reise um die Welt
Über den Apfel der Verführung, in den man hineinbeißen soll !? – Über die unsichtbare Wand, gegen die man immer wieder anläuft. – Über Gedanken im Kopf, die einen wortwörtlich rasend ma- chen. - Über die heimliche Liebe und was man gerne mit ihr machen möchte. – Über das Fliegen, symbolisiert durch den Tanz mit dem Seidentuch…
"Die Überraschung gab es, als alles vorbei war. Sein Auftritt sei kein Stück übers Träumen gewesen, sondern ein tanzpädagogisches Projekt, versicherte Gildenast seinem Publikum. Den jungen Leuten wird es egal ge- wesen sein. Sie hatten sich durchweg gut unterhalten und nicht eben wenig gestaunt über das enorne Ausdrucksspek- trum des Solotänzers. Auf eine Reise rund um die Welt des Tanzes, von Japan über Europa nach Amerika habe er seine Zuschauer mitgenommen, gestand er ihnen, was sie während der Vorstellung kaum realisiert haben dürften. Sie hatten Traumbilder gesehen zu Klängen von u.a. Pink Floyd, Techno und Brahms." (Ruhrnachrichten Gelsenkirchen vom 17.1.2002)
Aber 'bevor ich schlafen gehe', gibt es ein paar 'kluge' Worte zum Thema, z.B. welche Bedeutung man in anderen Kul- turen, in der Antike oder in der Romantik dem Traum beimaß und –misst, und dass die Naturwissenschaften die 'an die Stelle logischer Verknüpfung tretende Verbindung der Erlebnisse durch Gefühl und Affekt… für einen durch Ermüdungs- gifte bedingten Defektprozess des Gehirns' hielt. Oder einfacher formuliert : Träume sind Schäume !?' Dann wünscht mir meine Mutter oder mein Vater (d.h. einer von Ihnen) : "Gute Nacht !" – "Ja." – "Schläfst du schon ?" – "Jaaa." – "Träum was Schönes." – "Jaaaaa." – Und es geht los zu u.a. den oben skizzierten Stationen. Und am Ende heißt es dann : "Guten Morgen." – "Ja, ja." – "Hast du gut geschlafen ?" – "Jaa." – "Hast du schön geträumt ?" – "… weiß nicht."
Im Abschlussgespräch werden die verschiedenen Szenen nochmals wie oben beschrieben rekapituliert unter dem Aspekt, dass jeder in einem anderen der wichtigsten Bühnentanzstile choreografiert ist.
Inside 'The Story of Dance' Vergnügliche Reise durch die Tanz-Welt
"Performer Gildenast begeisterte Jugendliche vor ausverkauftem Haus : Eine anschauliche Reise durch die Welt des Tanzes konnten sie gestern im Musiktheater im Revier erleben." (WAZ Gelsen- kirchen vom 6.7.2002)
Im Prinzip gibt es mehr als 1001 Geschichten über den Tanz zu erzählen, der wohl ältesten aller menschlichen Ausdrucksformen. Tänze (sowie Gesänge) finden sich schließlich schon bei den Tie- ren (Begrüßungsrituale, Balz- und Paarungstänze, der Tanz der Bienen…). Wussten Sie z.B., dass der bayrische Schuhplattler eine Imitierung des Werbegehabe der Auerhähne ist, aber erst seit gut hundert Jahren getanzt wird ! Und sobald sich ein ‚Dirndl' findet, ,des droa Minuaten kreiseln koa', gehen wir zur Praxis über.
Es gibt Ausflüge zu martialischen Tänzen wie dem der neuseeländischen Maoris oder zum Capoeira, dem brasiliani- schen Kampftanz - nicht ohne den Verweis auf die Ursprünge aus der Versklavung der Afrikaner. Capoeira, Breakdance und russischer Volkstanz haben ähnliche Bewegungen. Walzer ist auch nichts anderes als eine ritualisierte Form, Emotionen zu kanalisieren – beim Beltanefest in der Vorzeit tanzt man sich in Trance, um dann kollektiv miteinander... zu haben, und auch die jungen Leuten in Wien konnte der Walzer gar nicht schnell genug sein. Beim Samba kommt die erwähnte Komponente natürlich in der Tat, vielmehr im Schritt(-vokabular) deutlicher zum Ausdruck…
Und was den klassisch akademischen Tanz betrifft, also das Ballett, so gibt es wohl mehr als nur ein Klischee, das nicht oder schon längst nicht mehr stimmt. Trotzdem berichte ich gerne von dem tanzseligen Bauernmädchen Giselle und dem treulosen Herzog Albrecht und zeige – wenn auch ohne Spitzenschuhe – die Originalchoreografien. Und wenn es denn unbedingt Bauchtanz sein muss, so bezweifle ich, ob überhaupt jemand von der türkischen oder arabischen Fraktion den sogenannten 'Kamelgang' so wie ich hinkriegt. "Einspruch, vielmehr Gegenbeweis gerne stattgegeben."
Die Auswahl aus den 1001 demonstrierten Tanzgeschichten lässt sich beliebig den jewiligen Altersstufenn anpassen.
Inside 'Ich war Hagen' Ein Pokerspiel um die Macht
"Schlag auf Schlag geht es zu bei Rolf Gildenasts multimedialem Monodrama. In "Ich war Hagen" zieht er eine private, heutige Bilanz aus der heroischen, historischen Nibelungensage. Eine Metall- platte dient ihm als Resonanz-, Dialog- und Aktiosboden. Hagen, der clevere Drahtzieher, erlebt Auf- stieg und Fall des jungen Siegfrieds. Da sprühen die Funken. Erst recht, wenn die Rolle der beiden Frauengestalten (Kriemhild und Brunhilde) durchleuchtet wird.
Gildenast wechselt die Perspektiven, tanzt und spricht und spielt wie Tausenddsassa. Dabei wird nur eines immer wieder unterstrichen : Hier geht es um Macht und Moral. Um an die persönlichen Karriereziele zu gelangen ist den Nibelungen unter König Gunther alles recht. Und schließlich geht an dieseem intriganten Polit-Spiel ein Volk zu Grunde. Gildenasts ruppige Anti-Helden-Saga rückt die Geschichte an die Gegenwart heran." (WAZ Gelsenkirchen vom 29.1.2002)
Ich unterbreche dabei mehrmals das Geschehen auf der Bühne, um zum einen das Verständnis der bekanntermaßen recht komplexen Vorgänge zu klären oder eben dazu Fragen zu beantworten und zum anderen das Ganze auf eine heutige Schiene zu holen. "Wer erinnert sich noch an einen gewissen Generalsekretär einer gewissen christlichen Partei,der mit gutem Gewissen allen, die etwas von ihm wissen wollten, versicherte : Ich weiß von nichts, aber ich habe recht, Punkt. – Und wer weiß schon, welchen Dreck sein Nachfolger Schröder am Stecken hat." Bezüge zum aktuellen Geschehen bieten sich (leider) noch mehr an.
Oder zum Thema Keuschheit (-sgür-tel) : "Was war das wohl für ein Ding, das der Brunhild um die Hüfte hing ? – Und was machte Siegfried mit seinem Ding, als er noch mal zu ihr ging ?" Frühmittelalterliche GZSZ mit fatalem Ausgang.
Outside 'Kraftwerk' weitere Ausführungen : Ich war Hagen.
Inside 'Modern Mime' Tanz und Pantomime expressiv verbunden
Der Pantomime vermag schneller einen Gegenstand in einen anderen zu verwandeln, von einem Charakter zum nächsten zu wechseln als man am Fernseher zappen kann. Zwar hat ein Apfel keine Farbe und ist immer hart (sonst wäre es ja ein Pfirsich), aber Raimund Harmsdorfs 'Seebär' gleich kann man ihn mit einer Hand zu Apfelmus zerquetschen.
Oder eben surreale Situationen schildern. Denn wann sieht man schon einen leibhaftigen 'Gott' vor sich ? – Man sieht ihn ja auch nicht 'in echt', aber stellt ihn sich vor, und das hat neben der erzählten Geschichte an sich schon zu manch prekärer (im Sinne von interessanter, auf Religion insgesamt bezogener) Diskussion geführt. "Ein- spruch stattgegeben." Das zweite Stück des Programms 'Das Kind das fiel' ist voller Bilder, überraschender Wendungen und Metamorphosen, die jeder für sich selbst 'sehen' muss – Pantomime ist eben eine Welt weit jenseits der gewohn- ten Sehperspektiven, in denen bereits alles fertig vorgegeben ist und als 'perfekt' suggeriert wird.
"Eine über einstündige Vorstellung ohne Klang allein mit Tanz und Pantomime : das scheint fast unmöglich - allzu leicht gerät an die Klippen der Langeweile, wer weniger perfekt, weniger ausdrucksstark und weniger fesselnd wäre als der Avantgardist Gildenast. Temporeich erzählt er Geschichten mit dem Körper, Geschichten von enor- mer Suggestivkraft : Von einem derben Bauern und dekadenten Göttern - archaische Bilder vom Ausgeliefertsein an "die da oben".
Kalt und von ober herabweisend weist ein Luftballonverkäufer in "Das Kind, das fiel" ein Kind ab, das um einen Ballon bettelt. Als er sich endlich erweichen läßt, muß er Himmelsflug und Absturz des Kindes beobachten. Kindliche Lust am Spiel, Freude am steilen Aufstieg, zugleich Angst, Trauer und Verzweiflung angesichts des krassen Falls - Bild für die Höhen und Tiefen des Lebens schlechthin. Was Sprache kaum adäquat zu leisten vermag, gelingt mit den Mitteln von Tanz und Pantomime." (Neuß-Grevenbroicher-Zeitung vom 9.11.1998)
Outside 'Kraftwerk' weitere Presseworte : Das Kind das fiel.
Inside 'Aus dem Nichts'
Um von links oben nach rechts unten zu gelangen kann ein langer Weg sein, aber, wenn man unter Strom steht, auch recht schnell gehen. Je nach dem – und genauso funktioniert auch das gemeinsame Improvisie- ren im ersten Set, das sich tänzerisch und musikalisch aneinander Her-
können, dann ergibt sich mehr und mehr eine feste Form.
Von Chaos und Zufall also zum ‚fertigen' Produkt : 'Tgunat – Die indianische Legende vom Lachs' mit Tanz und Texten vom Tänzer sowie Musik vom Tonmeister. "Let's turn on the juice and see, what shakes loose. – Gas geben und sehen, was abgeht."
antasten unter dem bezeichnenden Titel 'Current', was sowohl gegenwärtig, jetzig als auch Strom Strömung bedeutet.
Die Improvisation ist eine weit verbreitete 'Kunst' (Stand-up-comedy, Bach's Spiel an der Orgel, Jazzmusik oder einfach nur unerwarteter Besuch mit Hunger... ). "Nur die Improvisation hält Performer und Publikum gleichermaßen im Fegefeuer der Bühne. Sie ist der Augenblick im Theater, der suggeriert, dass alles neu beginnen könnte." (Helmut Ploebst). Aber um einigermaßen sicher zu sein, dass am Ende doch ein vorzeigbares Resultat herauskommt, sollte man schon etwas Erfahrung mitbringen. Und so erzählen wir von unseren Werdegängen : Zum einen, was man als 'ordinärer' Balletttänzer alles lernt und kann, zum anderen, wie sich das Leben eines Rockgitarristen zwischen Busfahrt und Bühne abspielt.
Improvisation hat viel mit Intuition zu tun und so veranstalten wir mit allen ein kurzes Brainstorming, wie man die 'Vier Elemente' in jeweils einer Bewegung bzw. einem Geräusch typisieren könnte. Ausgehend von diesen Leitmotiven neh- men die nächsten Sets über Erde, Wasser, Feuer und Luft ihren Lauf. Wenn man etwas so oft gemacht hat wie wir unser Stück über eine Geschichte der Quinault-Indianer vom Lachs, vielmehr wie sich der junge Häuptlingssohn Shin'qo'klah in einen eben solchen verwandelt um zu studieren, was die Lachse brauchen um überleben zu
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Nicht mir dir und nicht ohne dich !?
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Zum Verrecken Was ist Wahrheit ? Was ist wichtig, was richtig ? Dazu hat man sich schon zu allen Zeiten Gedanken gemacht Gildenast interpretiert Ge- dichte von Catull über Villon, Goethe, Rimbaud bis Heiner Müller zu diversen Themen - als Tänzer logischerweise - ziemlich körperlich und expressiv. Dazu gibt es Hintergrundinfos zu den Dichtern. |
Zartwilde Träume Zu den unterschiedlichsten Musiken von Techno bis zum schottischen Volks- lied, von Rappern bis Johannes Brahms Rolf Gil- denast präsentiert tänzeri- sche Miniaturen um Liebe, Sehnsucht, Frust, Ängste und Hoffnungen.Darin mag sich jeder wiederfinden, wie er möchte, aber eigen- lich geht es in diesem Stück um die verschiede- nen Bühnentanzstile. |
Aus dem Nichts "Let's turn on the juice and see what shakes loose". Mit dem Rockgitarristen Günther Holtmann begibt sich Gildenast auf eine Reise in die Welt der Im- provisation zu Kreativität, Spontaneität und Intuition pur. 'Einfach drauflos', 'Die vier Elemente' und 'Tgunat - die indianische Legende vom Lachs' sind die drei Stationen des "Shut up and dance !" - Zyklus. |
The Story of Dance Tanz ist mehr als Hip-Hop: Breakdance keine Kunst- form, sondern ein frustrier- ter Schrei nach Beachtung, Balletttänzer haben keine rosa Tütüs im Schrank, die Maoris haben einen äußerst erfolgreichen An- feuerungstanz... Solche und andere Geschichten um und über den Tanz kann Rolf Gildenast beri- chten und natürlich auch demonstrieren. |
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Ich war Hagen Rolf Gildenast erzählt die Nibelungensage aus der Perspektive des Lehns- herrn Hagen, denn er war derjenige, der mal despo- tisch, mal 'hintenrum' alles durchdrückte,was er woll- te, und selbst am Schluss noch behauptete : "Ich bereue nichts ! Alles, was ich tat, war recht." Und so hat die 'alte' Geschichte nichts an ihrer Allgemein- gültigkeit verloren. |
Modern Mime Gildenast berichtet mit nichts außer seinem Körper zum einen von einem Zwiegespräch zwischen einem derben Bauern und zwei deka- denten Göttern. Im zweiten Teil gibt es einen Bil- derreigen über den Traum vom Fliegen und der Angst vor dem Stürzen zu 'sehen' – wenn man bei der Pantomime überhaupt davon sprechen kann. |
Carmen "What's love got to do with it ?" ,fragt Carmen neben Originalzitaten aus Oper und Novelle. Und mit dem Free - Jazz - Percussio- nisten Hans Kanty stellt Gildenast ein 'TanzMusik- SchauSpielSpektakel rund um die Liebe' auf die Beine und die Bühne, samt Einführung und Nach- besprechung in einer ungewöhnlichen Version des Opernklassikers. |
Tänzer_einer Ausstellung Zu, um, durch, mit, auf etc. den Holztorsi von Bernd Mauß und den Objekten von Marion Mauß tanzt Rolf Gildenast. Holz, Stahl,Stoff, Acryl, Pappe, Wurzeln, Plastik, Haut, Haare, Farbe, Formen der bildenden Kunst werden in Körpersprache und Bewegung eingebunden ...panta rei - alles ist im Fluss. |
Faust - zwischen Wissen und Gewissen Gemeisam mit Uli Wewel- siep /Gesang u.v.m. erzählt Gildenast die Goethe'sche Tragödie, beschränkt auf die Love-Story zwischen Herrn Doktor und seiner Putzkraft, im Original Gretchen genannt ...so oder so ist das Leben... oder der werfe den ersten Stein... Eine Tragödie mit viel Humor und leider bösem Ende. |
[weiter]
Das Stück beeindruckte mich sehr, da es um Liebe ging. Liebe ist eine Sache, die jeder braucht und Herr Gildenast hat uns gezeigt, die Liebe in Kunst auszudrücken. Mir gefielen alle Szenen, vor allem die 'Sehn- sucht nach der blauen Frau'; diese Szene faszinierte mich, da ein eckliges Schlammmonster um die Liebe einer wunderschönen Meerjungfrau kämpfte und nicht so schnell aufgab. Im Grunde fand ich sehr schön und beeindruckend, was man alles mit einfachen Mitteln erreichen kann. Der Künstler half uns dabei die Vorstellung zu verstehen und somit fiel es mir leicht das Stück zu verstehen. Dina
Am Anfang, als ich reinkam und die Holzskulpturen sah, habe ich gedacht, dass die Künstler nur Brüste und Genitalien machen. Doch Rolf Gildenast hat mir mit seinem Auftritt einiges klar gemacht. Danach fing ich auch an, mehr und mehr zu verstehen. Ich dachte mir z.B., dass er uns mit dem Stück mit der Meerjung- frau klar machen wollte, dass die beiden nicht zusammen kommen konnten. Trotzdem liebte er sie immer noch. Außerdem hat mir noch gefallen, dass er mit dem Publikum gearbeitet hat. Ich denke mir, dass er damit die Scheu vertreiben wollte. Don I.
Mir hat die ganz offene Atmosphäre gefallen, man hat sich direkt als Teil des Theaterstücks gefühlt, durch das Fehlen einer Bühne konnte er direkt zu den Leuten sprechen. Don D.
Das, was Sie mir zu verstehen gegeben haben, habe ich so aufgefasst : Die Tänze mit den Holzstämmen, dass Sie nicht nur mit Holz getanzt haben, sondern uns gezeigt haben, wie man aus Holz Leben erwecken kann. Mit Liebe und Zuneigung wie bei ei- ner realen Person und mit allen Lebenserfahrungen, z.B. mit den Rissen und Holznarben wi bei uns Menschen auch, das Leben kennzeichnet uns. Pascal
Es war toll, dass er mit den Torsi getanzt hat. Es war Kunst. Er hat aus den Figuren das Leben erweckt. Es handelte sich in diesem Stück um Liebe. Ich fand toll, dass er so offen war und dass er sich getraut hat so etwas zu machen.
Zunächst bewundere ich Ihre großartigen Ideen mit so einfachen Gegenständen eine derartige Leistung zu zeigen. Vor allem finde ich es faszinierend, wie deutlich Sie Ihre Gedanken rübergebracht haben. Allein die körperliche Sprache und die Musik haben es mir sehr vereinfacht Sie zu verstehen. Ich selbst finde die Kunst sehr interessant, weil sie uns so vieles sagt auf die unterschiedlichsten Arten und Weisen. Bahattin
"Carmen" nochmals mit Leben erfüllt
Mit einer faszinierenden Mischung aus Tanz, Bewegung, vorgetragenen Worten, Reminiszenzen an bekannte Songs und akustische Elemente versetzen Gildenast und Kanty die berühmte Oper Bizets, die wohl leidenschaftlichste Geschichte der Weltliteratur, "Carmen", nochmals in Bewegung.
In zehn bewegten Tableaus, die bewusst auf das Wesentliche reduziert werden, erzählen die beiden Künstler die Geschichte von Don José, Carmen, Escamillo und Micaela. Sie kämpfen den ewigen Kampf der Geschlechter um Liebe und Unterwerfung, deklinieren die klassische Situation zwei Frauen - zwei Männer erneut durch - ohne dass auch nur eine Minute Langeweile aufkommen würde.
Liebe ist ein Kinderspiel bei Don José und Micaela. "Love me tender", seufzt sie in Anlehnung an Elvis und feilscht mit ihm um die Anzahl der Kinder. Bei Don José und Carmen dagegen geht es um die Liebe eines tief empfindenden Gemüts zu einer Frau, der ihre eigene Freiheit über alles geht. "Die Liebe ist ein wilder Vogel - wenn er nicht will, kommt er nicht her" rezitiert Gildenast schon am Anfang.
Faszinierend, wie nur durch den Wechsel weniger Requisiten eine ganze Szenerie entworfen wird. Sevilla, der Fluss, die Fabrik, Berge, die Arena. Gildenast ist Carmen und Michaela. Er gibt eine leidenschaftliche, dämonische Carmen, die auch schon einmal mit obszönen Bewegungen, die an moderne Popstars erinnert, flüstert "what´s love got to do with it". Hans Kanty dagegen zeigt einen verwirrten, zaudernden Don José, der immer wieder bewusst seine Rolle verlässt und Szenen aus der Novelle rezitiert. Alles nur eine Geschichte? Ja, aber eine der leidenschaftlichsten. Und wenn sie so mit Leben erfüllt wird, wie bei Gildenast und Kanty, dann auch eine, die uns heute noch bewegt. Hundertfünfzig Schüler*, die anderthalb Stunden lang gebannt zuschauen, können nicht irren. Westfälische Rundschau vom 18.11.2003
* Das Stück richtet sich nicht nur an Jugendliche ab ca. 12, auch 'älteres' "... Publikum war angetan vom Witz der aus- gefallenen Gildenast-Fassung : Drei Tote und nur zwei Akteure !" Ruhrnachrichten vom 18.11.2004
Schülerkommentare zur Aufführung am 7.6.2005 :
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Schusseliger Weltverbesserer scheitert am Kochtopf Goethes Klassiker für Jugendliche: "Faust" trifft im Forum nicht nur auf Grete. Auch Nena spielt eine Rolle, wenn Rolf Gildenast und Uwe Wewelsiep Theater machen.
"Wenn die Liebe dir winkt, dann folge ihr", heißt es in einem arabischen Gedicht, und leitmotivisch könnte man die Geschichte zwischen Faust und Grete ebenso übertiteln. "Wir bringen großes Thea- ter auf die kleine Bühne und nehmen das Drama dabei nicht nur ernst", erklären Tänzer Rolf Gilden- ast und Musiker Ulrich Wewelsiep einführend.
Goethe schrieb mit "Faust" einen Klassiker für alle Zeiten. Entstaubt, auf die (zeitlose) Liebesgeschichte reduziert, mit eindeutiger Bildsprache und viel Musik bringen Wewelsiep und Gildenast das Drama als Zwei-Personen-Stück auf die Bühne im Forum. Ihre temporeiche, am Sprachduktus junger Leute orientierte Adaption erzählt "Faust" als Psychogramm bei der sie neben der Geschichte, wie sie Goethe verfasst hat, in eigenen Texten den Hintergrund mitteilen.
In dieser durchweg kurzweiligen freien Interpretation singt die Titelfigur "Heal the World" zur Gitarre und nervt mit diesem Gedudel seine Hausangestellte Grete. Dabei ist der alte Doktor Heinrich Faust, ein Weltverbesserer und schusseliger Gelehrter, nicht fähig, Ordnung zu halten oder alleine einen Teller Suppe zuzubereiten. "Das hat uns Goethe nicht verraten", so Gildenast.
Liebe geht bekanntermaßen durch den Magen, und so verliebt sich Grete, das Mädchen aus dem Wohnsilo mit bett- lägriger Mutter und partytauglichem Soldatenbruder, während sie Faust Zwiebelsuppe serviert. Schnell kommen die beiden zur Sache, und ein Rap-Song schildert, was dann geschah: Gretchen ist schwanger. Im Affekt tötet Faust ihren Bruder und hinterlässt ein wilde halluzinierende Grete, das im Wahn ihr Kind umbringt.
Goethes Stück, so auf das Wesentliche fokussiert, ist zwar bloß auf einer Ebene interpretiert, doch gerade das macht es interessant. Wenn zum Gang in Auerbachs Keller als Mitgrölnummer "Eisgekühlter Bommerlunder" geschmettert wird,
begeistert das junge Zuschauer ebenso wie die Umzüge auf offener Bühne und ein Liebeslied von Nena.
Gildenast tanzt und spielt die zweifelnden Aspekte sowohl von Gretchen als auch Faust, während sich Wewelsiep durch die himmelhochjauchzenden Momente beider Charaktere singt und Gitarre, Saxofon und Klarinette spielt. Das ist kompakt, kurzweilig, gut und animiert Teenager hoffentlich, den Originaltext zur Hand zu nehmen um nachzulesen, was im "Faust" noch alles steht. (Valeska von Dolega, Westdeutsche Zeitung vom 12.3.2006)
Cash,money, money - es gibt nur ein Gesetz, Erster wird nur der, der die Restlichen verletzt !? David Papo
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